Ein paar Sachen sollte man sich besonders einprägen, auch wenn sie wahrscheinlich schon Bestandteil des eigenen Erfahrungsschatzes sind. Zum Beispiel sind preisgünstige Großpackungen in Wirklichkeit immer viel teurer als die kleinen Edeldosen, weil drei Viertel davon garantiert wegschimmeln. So richtig frische Sachen wie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch etc. sind besonders kritisch wegen der hässlichen Vergiftungen, die einem die Eigentlich-zu-schade-zum-Wegschmeissen-Haltung immer einbrockt. Auch Brot fängt an, von alleine zu laufen, ehe man zum zweiten Mal hingeguckt hat. Käse natürlich sowieso. Deshalb ist der Gefrierschrank eigentlich unumgänglich. Brot kann man zum Beispiel in Scheiben schneiden, einfrieren und immer nur so viel rausnehmen, wie man gerade braucht. Gemüse lässt sich sowieso prima einfrieren, am besten, wenn man es vorher kurz blanchiert (also ein oder zwei Minuten in kochendes Wasser geworfen) hat, Fleisch und Fisch kann man in größeren Mengen fertig zubereiten und ebenfalls portionsweise einfrieren, so dass man es dann nur noch in die Mikrowelle zu hauen braucht. Ein paar Sachen werden aber im Gefrierfach komisch; zum Beispiel nehmen Kartoffeln wegen der Umwandlung der Stärke diese hässlich süßliche Note an, und die meisten Schnittkäsesorten fangen nach dem Auftauen an zu bröseln, auch wenn sich der Geschmack nicht großartig verändert hat. Ein weiterer wesentlicher Schritt ist die Abkehr von der politisch korrekten ideologischen Grundhaltung gegenüber Dosenfraß. Ein paar Sachen sind auch aus der Dose gar nicht mal so schlecht, und wenn man ein paar Dinge beachtet, kann damit viel weniger schiefgehen und man ist viel flexibler als mit frischen Nahrungsmitteln (die übrigens so frisch auch nicht mehr sind, wenn sie erst mal zwei Tage im Geschäft vor sich hingegammelt haben). Das Wichtigste ist: nie zerbeulte Dosen kaufen, weil bei denen die Innenbeschichtung beschädigt sein kann und in der Zwischenzeit vielleicht schon ein paar lustige elektrolytische Vorgänge ins Rollen gekommen sind, ganz abgesehen von der Durchmischung des geplanten Essens mit diversen minderwertigen Metallen. Das Zweitwichtigste ist: nie Lebensmittel in angebrochenen Dosen in den Kühlschrank stellen. Vorgänge siehe oben, das Zeug wird in Windeseile graubraun und schmeckt widerlich nach Blech. Besser ist es, den ganzen Inhalt einschließlich Flüssigkeit in ein Glas oder so zu schütten, das dann mit Folie oder einem kleinen Teller zuzudecken und dann erst in den Kühlschrank zu stellen. Auch das hält sich aber selten länger als zwei Tage. Um größere Pannen zu vermeiden und auch mit mitternächtlichen Fressattacken (na gut, Anwandlungen von gesundem Appetit ;-) ) gelassen umgehen zu können, sollte man einen gewissen Grundstock immer zuhause haben, der sich natürlich nach den eigenen Vorlieben richtet, aber zum Beispiel so aussehen könnte:
Minimalausstattung
Optional, aber optimal